Arbeitsweise und aktuelle Produktion

Der Schwerpunkt des TDTs liegt darin, Stücke gemeinsam mit den Teilnehmer*innen anhand ihrer persönlichen Geschichten und Erfahrungen zu entwickeln. Der Startpunkt steht immer fest, das Ziel muss im gemeinsamen Prozess gefunden werden. Die Zusammenarbeit ist ein wesentliches Merkmal unserer Herangehensweise.

Für die Produktion 2021 widmet sich das TDT dem Thema  Kommunikation. Wir kommunizieren täglich, aber wie? Was bleibt  ungesagt? Was wollen wir in der Kommunikation erreichen, von  anderen und für uns?

Die heutige Gesellschaft ist geprägt durch das globale Dorf. In der  digitalen Welt könnten wir jederzeit mit Menschen  unterschiedlichster Kulturen interagieren – aber letztendlich  bleiben wir doch in unserer Blase. Die sozialen Medien befeuern  dieses Verhalten durch ihre Algorithmen, die ähnliche Inhalte  gruppieren. Durch diese permanente Bestätigung der eigenen  Ansichten schwindet die gemeinsame gesellschaftliche  Wahrnehmung.

Dabei bedient Kommunikation immer auch das menschliche  Grundbedürfnis nach Nähe. Wir wollen gehört und natürlich auch verstanden werden. Wir sprechen von gelungener oder nicht  erfolgreicher Kommunikation. Was sind Barrieren? Wer darf das  “Wort” führen? Wer darf überhaupt mitreden?

Gerade durch die Corona-Krise wurden die Möglichkeiten und  Limitationen der einzelnen Formen noch einmal verdeutlicht. Wie  können wir trotz Abstandsregeln einen vernünftigen Sozialkontakt  pflegen, oder nur mit unseren Augen über der Maske unsere Mimik  verdeutlichen?

Somit bietet das Thema Kommunikation eine ergiebige Grundlage  für die prozessorientierte Arbeitsweise des TDT.  Mittels  künstlerischer Ausdrucksformen wie Sprechtheater, Tanz oder  Musik soll die Vielfalt der Kommunikationsformen erprobt und  gleichzeitig den Begebenheiten der Corona-Hygieneregeln angepasst werden. Gerade mit räumlichem Abstand, auch über  digitale Formate, können kreative Lösungen entstehen.